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Druckluft
in der Pharmaindustrie

Die Arzneimittelherstellung ist eine nicht zu unterschätzende Branche, denn Arzneimittel spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Bei der Herstellung kommt es auf strenge Hygiene an, damit keine Keime, Partikel oder Öle in die Produkte gelangen. Da bei vielen Prozessen der Pharmaindustrie Druckluft verwendet wird, gelten diese hohen Maßstäbe auch hierfür. Grundlage für eine berechtigte Herstellung sind diverse Richtlinien, Leitfäden und Empfehlungen. Erfahren Sie, wie sich das auf die Anforderungen an die Luft auswirkt, wo sie eingesetzt werden kann und mehr!

Die richtige Druckluft für die Arzneimittelherstellung

Es gibt viele Arbeitsschritte, in denen Druckluft in der Pharmaindustrie verwendet wird. Wie genau sie jeweils beschaffen sein muss, hängt vor allem von einer Frage ab: Hat sie Produktkontakt oder nicht? Lautet die Antwort ja, sind die Ansprüche direkt um einiges höher, als wenn sie beispielsweise im Transport zum Einsatz kommt. In diesen Fällen ist sie kritisch für den Produktionsprozess, weil sie zur Kontamination des Arzneistoffs führen kann. Ähnlich verhält es sich beim Gebrauch im Reinraum, der ebenfalls eine hohe Reinheit der Luft erfordert. Um die richtige Druckluftanlage zu bestimmen, lohnt es sich also, bei jeder Arbeit die Anforderungen abzuwägen.

Sie suchen Druckluftkompressoren für die Pharmaindustrie und ihre einzelnen Einsatzgebiete? Wir beraten Sie gern und helfen Ihnen dabei, die passende Lösung für Ihre Ansprüche zu finden. Kontaktieren Sie uns einfach.

Einsatzgebiete für Druckluft in der Pharmaindustrie

Es bringt Ihnen in mehreren Hinsichten Vorteile, wenn Sie an jede Handlung angepasste Druckluft verwenden. Der Einsatz steriler Luft bei der Herstellung und Reinigung wirkt sich nicht nur positiv auf die Reinheit der Produkte aus. Er vermeidet außerdem mangelhafte Arzneien, weil sie kontaminiert wurden. Gleichzeitig sparen Sie auch Zeit und Geld, wenn Sie bei unempfindlichen Arbeiten eine Luft für geringere Ansprüche nutzen.

Wir bieten Ihnen daher verschiedene Druckluftkompressoren für die Pharmaindustrie an, die sich nach Aufbau und der Art der Aufbereitung unterscheiden. So erhalten Sie die ideale Luft für die spezifische Anwendung. Sei es sterile Luft für die Reinigung oder ölfreie für die Produktion – bei uns finden Sie das Passende.

Tablettierung

Die Tablettierung beschreibt die Herstellung von Tabletten, wobei sie in Form gepresst werden. Bei jedem einzelnen Teilschritt spielt hierbei die Druckluft eine Rolle. Das reicht vom Mischen über die Granulierung, das Pressen und Coating bis hin zur finalen Reinigung. Hier besteht also direkter Produktkontakt, weswegen eine ölfreie und trockene Luft essenziell ist. Andernfalls würde beispielsweise die gepresste Tablette quellen, Blasen werfen oder brechen. Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Folgen für den Endverbraucher, wenn das Medikament verunreinigt wurde. Sinnvoll sind hier entsprechend ölfreie Kompressoren.

Ein typisches Verfahren für das Coating ist beispielsweise das Wirbelschichtverfahren, wobei der Luftstrom dafür sorgt, dass die Tabletten schweben. Dadurch werden sie besprüht und gleichmäßig benetzt und anschließend getrocknet. Zudem hilft er am Ende der Herstellung dabei, Schmierstoff auf die Tablette aufzutragen, damit der Ausstoß leichter geht. Da die Druckluft in der Pharmaindustrie als Hilfsstoff angesehen wird, muss die Sterilität in besonderem Maß gewährleistet werden.

Reinigung

Sauberkeit spielt bei vielen Aspekten eine wichtige Rolle. Sie betrifft nicht nur die Maschinen, mit denen gearbeitet wird. Im Herstellungsprozess verwendetes Wasser erfordert Aufbereitung, wobei für die Belüftung gesorgt werden muss. Die Verpackungen für manche Arzneistoffe sollten ebenfalls frei von jeglicher Verunreinigung sein. Hier geht es um Phiolen, Ampullen, Tuben, Flaschen und was sonst noch zum Abfüllen zum Einsatz kommt.

Bevor sie das Produkt aufnehmen können, ist es notwendig, sie von Staub zu befreien und zu trocknen. Die Druckluft wird in der Pharmaindustrie bei der Reinigung der Maschinen bei zwei Verfahren genutzt: dem CIP-Reinigungsverfahren und dem Trockeneisstrahlen. CIP steht für Clean in Place und hierbei dient der Luftstrom zum Trocknen. Beim Trockeneisstrahlen prallt das Material auf die Oberflächen der Maschinen und löst Beläge ab. Diese beseitigt die Luft anschließend vollständig.

Transport

In vielen Bereichen der Pharmaindustrie erfolgt die Beförderung von Bestandteilen des Fertigungsprozesses oder das Endprodukt steril. Der Luftstrom kann Schüttgüter, Flüssigkeiten, Pulver, Granulate, Tabletten und Kapseln aufnehmen und bis zum gewünschten Ort bringen. Besonders eignet sich dieses Vorgehen bei der Entleerung von Silofahrzeugen und wenn die Stoffe während der Produktion verteilt werden müssen. Der hier herrschende Kontakt mit der Medizin erfordert eine hohe Reinheit der Luft. Ist diese Voraussetzung erfüllt, verhindert sie allerdings zuverlässig, dass Schäden an den Arzneimitteln entstehen.

Verpacken

Beim Abfüllen gibt es viele Teilschritte, bei denen Druckluft einen Beitrag leisten kann: beim Transport der Produkte und Verpackungen, beim Einpacken und beim Verschließen. Dabei stellen Pharmaka spezielle Anforderungen an die Luft, weil sie wasseranziehend sind. Entsprechend trocken muss die Verpackungsstelle und damit die Luft sein. Im Idealfall geschieht die Trocknung der Druckluft direkt vor Ort. Auf dem Weg von der Aufbereitungsstelle dorthin kann sie sonst erneut Feuchtigkeit ziehen. Hierfür eignen sich beispielsweise Kältetrockner, die durch das Abkühlen der Luft die Feuchtigkeit kondensieren. Bei Ampullen und Injektionen sind die Ansprüche sogar noch höher: Hier muss der Luftstrom absolut steril sein. Dabei setzt man auf Adsorptionstrocknung.

Steuerung

Eine Anwendung, bei der die Druckluft für die Pharmaindustrie keine besonderen Reinheitsanforderungen erfüllen muss, ist die Regelung von Produktionsanlagen. Hier steuert sie Ventile und Zylinder, wodurch sie letztendlich die pneumatischen Prozesse lenkt. Die einzige Ausnahme von der geringen Reinheit ist die Steuerluft für Reinräume. Hier muss sie speziellen Anforderungen genügen, andernfalls kann sie zu Fehlfunktionen der Anlage führen. Das kommt daher, dass Korrosion die Leitungen befällt oder kaltes Wetter ein Einfrieren der Feuchtigkeit auslöst. Die Folge: Die Maschine fällt aus und die Wartungskosten steigen. Mit der richtigen Qualität der Druckluft lässt sich das Problem vermeiden.

Reinraum

Der Name des Reinraums beschreibt auch seine Funktion: Es handelt sich um einen Raum mit besonders reinen Umgebungsbedingungen, bei denen die Luft frei von Partikeln bleibt. Hier werden unter anderem Verbandsmaterial, sterile Medikamente, Implantate und selbst Geräte hergestellt. Viele Produktionsschritte benötigen hier ebenfalls Druckluft: zur Trocknung einiger Behälter nach dem Auswaschen oder vor dem Befüllen mit dem Produkt und beim Abfüllen von Flüssigkeiten. Obwohl dabei kein Kontakt mit dem Produkt entsteht, muss sie den Ansprüchen der Umgebungsluft genügen – also keim- und partikelfrei sein. Daher muss hier auf die Anforderungen der jeweiligen Reinraumklasse geachtet werden.

Die passenden Druckluftkompressoren in der Pharmaindustrie für Ihre Ansprüche

In unserem Sortiment finden Sie eine Auswahl an vorgefertigten Druckluftkompressoren für die Pharmaindustrie, die für die meisten Anwendungsgebiete geeignet sind. Doch das reicht nicht immer aus – manche Anforderungen können diese Lösungen nicht erfüllen. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, kontaktieren Sie uns! Wir kümmern uns um Planung, Beratung und Installation Ihrer individuellen Anlage. Selbst danach sind wir noch für Sie da und übernehmen regelmäßige Wartungen und Reparaturen. Unser 24-Stunden-Notdienst ist jederzeit erreichbar, sodass auch eilige Maßnahmen ergriffen werden können.

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